|

Das Klinik-Personal packte beim Umzug kräftig mit
an: Verbandszeug, Getränkekisten und Medikamente fanden auf dieser
Trage Platz, die Agnes Reiner (links) zusammen mit einem Kollegen in das
neue Knappschaftskrankenhaus in Reckling-hausen rollte. (WR-Bllder: Bodo
Qoeke)
|
|
Von Barbara von der Höh
Recklinghausen. "Hallo, Frau Oberin, da bin ich", begrüßt
die Patientin, die gerade den Transport vom alten ins neue Recklinghäuser
Knappschaftskrankenhaus hinter sich hat, strahlend das "Empfangskomitee".
"Ach, da ist ja auch der Arzt. Prima Organisation, wirklich",
lobt sie noch, da wird sie auch schon von zwei Schwestern in dem neuen,
frischen Bett, mit ihrer Reisetasche und einer großen Tüte
voll Wäsche in den Lasten-Aufzug geschoben. Oberin Edith Ueberfeldt
muß sich bereits um den nächsten eintreffenden Patienten kümmern.
Im Zwei-Minuten-Takt kommen sie bei ihr an, die liegend Kranken. 36 Helfer
von Feuerwehr, DRK und Malteser Hilfsdienst sorgen für den reibungslosen
Ablauf des Transports.
Als um 8.15 Uhr die große Umzugs-Aktion beginnt, gilt es, 115 gehfähige
und 85 bettlägerige Patienten in den rund einen Kilometer entfernten
Neubau zu verlegen. Zwölf Krankentransporter und drei Kleinbusse
stehen dafür zur Verfügung. 17 Verkehrspolizisten säumen
die Strecke, regeln die freie Fahrt für die Wagen. "In etwa
drei Stunden ist alles geschafft", schätzt Verwaltungschef Hugo
Weimann. Stadtbrandmeister Ernst Schlüter, der den Einsatz der Helfer
leitet, gibt ihm recht:
"Alles läuft wie am Schnürchen!"
Als aber bereits um 10.25 Uhr der letzte Patient von den Schwestern umgebettet
wird, ist selbst Schlüter überrascht:
"Zwei Stunden und zehn Minuten - das ist absoluter Rekord!"
Die Hand freilich kann er dafür nicht ins Feuer legen, denn dies
war sein erster Krankenhaus-Umzug, doch hat er gleich eine Erklärung
für die "prompte Bedienung" parat: "Wir haben eben
noch 'ne Schüppe dazugelegt."
|